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Im Juni forderten jugendliche Aktivistinnen und Aktivisten in Zürich lauthals ein autonomes Jugendhaus. Beide Seiten bezichtigte die jeweils andere der Gewaltbereitschaft. So heizten beide die Konfrontation an. Am Juni lieferten sich um die Jugendliche eine heftige Strassenschlacht mit der Polizei, die sich bis in die Morgenstunden des nächsten Ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret hin zog.

Bilanziert wurden schliesslich mehr als drei Dutzend Verletzte verteilt auf beiden Seiten und Verhaftungen. Das Medienecho der Züricher Krawall-Nacht war enorm. Das Establishment sollte sich tatsächlich fürchten lernen.

Der satten, selbstgefälligen bürgerlichen Herrschaft in Zeichen von Konsum, Konformismus und Konsens sollte ein Ende gesetzt werden. Es waren überschiessende Erwartungen sowie hochfliegende Hoffnungen im Spiel, die den mentalen Treibstoff für eine breite, stark diversifizierte Mobilisierung lieferten.

Schon am 8. Märznoch vor den grossen Mai-Unruhen, hatten Studierende des Lehrerseminars Locarno die Aula besetzt und erteilten damit den repressiven Unterrichtsmethoden eine Absage.

Besondere Hotspots eines kulturell-intellektuellen Aufruhrs waren auch die vielen Lehrerseminare, Klosterschulen und Kollegien. Angesagt waren Verweigerung und Gegenkultur. Es gab zwar einige gesamtschweizerische Politikbereiche insbesondere Bildung und Sozialversicherungin denen Forderungen vorgetragen wurden.

In der Kulturrevolution jener Jahre fusionierte das Globale direkt mit dem Lokalen. Ob Frau und Mann all das taten, was auf diese vielversprechende Trias projiziert werden konnte, war weniger wichtig als der befreiende Glaube an geradezu explodierende Chancen der Selbstverwirklichung. In diesem Experimentieren und im Dabeisein verspürte die 68er-Jugend Glück.

Dass nicht wenige dieser emanzipativen Statussymbole rasch wieder in neue Anpassungszwänge umschlugen und den Kommerzkonsum förderten, wurde damals geflissentlich übersehen. Die 68er-Bewegung lässt sich allerdings keineswegs auf solche Aspekte reduzieren. Sie war breit gefächert und ebenso ambivalent wie die Wirtschaftswunderzeit der 50er- und 60er-Jahre insgesamt. Und sie ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret keineswegs aus heiterem Himmel. Seit Beginn der er-Jahre liess sich eine gesellschaftliche Umbruchdynamik beobachten.

Sexualverhalten und Drogenkonsum verändern sich gesellschaftsübergreifend. An Universitäten formierten sich politisierte Gruppen, in der Musikszene spielten kreative lokale Popbands auf. Einen ersten Höhepunkt erreichte der soziokulturelle Aufbruch im Summer of Love vonin dem die Hippies auch in der Schweiz ihr unverkennbares Profil erwarben.

Dennoch war die Schweiz nach 68 nicht mehr dieselbe wie vorher. Ob es nun die Revolte war, welche diesen Transformationsprozess angestossen hat oder ob der Aufbruch der Jugend nicht selber als Ausdruck eines raschen soziokulturellen Wandels begriffen werden muss, darüber wird bis heute debattiert. Ich vertrete die These, dass die 68er als Beschleuniger von Veränderungen fungierten, die ohnehin im Gange waren.

Auf ihrem lebens- langen Marsch durch die Institutionen haben sie aber wohl ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret viel erreicht wie damalsals die revolutionäre Hoffnung auf der Strasse lag.

Jakob Tanner ist einer der renommiertesten Historiker des Landes. Informationsabend des Frauenstimmrechtsvereins am Dezember in der Börse in Zürich.

Drei Aktivistinnen erinnern sich. Wir forderten Straffreiheit und dass Frauen selber entscheiden konnten und nicht der männliche Arzt. Ihr schaut sonst genauso in die Röhre wie die Generationen zuvor. Manchmal denke ich, es hat sich viel zu wenig geändert. Elisabeth Joris 71 ist Historikerin und lebt mit ihrem Mann in Zürich. Sie hat zwei erwachsene Söhne und zwei Enkel. Ich habe es dann via Handelsschule und einer Spezialbewilligung des Zürcher Regierungsrats zum Sekundarlehrerinnendiplom geschafft — um mich später über diesen Umweg an der Uni Zürich zu immatrikulieren und Geschichte zu studieren.

Als ich nach Zürich gekommen bin, wurde ich an politische Veranstaltungen der fortschrittlichen Studentenschaft Zürich, FSZ, mitgenommen. Das hat mich politisiert und fasziniert. Aufmüpfige haben sich unter anderem oft im Odeon getroffen.

Diese Minirock-Demo war natürlich sehr medienwirksam. In dieser Bewegung waren die Männer schon die grossen Schnuri. Und die Frauen haben die Hintergrundarbeit gemacht.

Man durfte nicht mehr eifersüchtig sein. Für meine Entwicklung war es aber wichtig, dass Ende der er-Jahre begonnen wurde, über weibliche Sexualität zu sprechen. Ich habe nie die politische und wirtschaftliche Entwicklung im Wallis aus den Augen verloren. Weil der ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret Kanton von deren Arbeitsplätzen abhängig war, hat niemand gegen das ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret Monopol angeschrieben, auch niemand gegen die Umweltverschmutzung durch die Firmen.

Die Zeitschrift gibt es noch. Trotz fehlender Lohngleichheit haben wir viel für Frauen erreicht: Gleichstellung vor dem Gesetz, Ausbau der Bildung, Verbesserung medizinischer Versorgung für Frauen, Tagesschulen, Krippenplätze, ja, wir haben viel erreicht.

Regula Keller 68pensionierte Lehrerin und Schulleiterin, lebt in Bern. Nur pro-USA-lastig. Wir haben uns mitten auf die Kreuzung gesetzt, ein Sit-in. Es hat zehn Minuten gedauert, bis die Polizei dastand. Schlimm war das nicht, die waren da auch noch nicht so zackig wie heute.

Etwa Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, das Recht auf Bildung. Schwangerschaftsabbrüche waren ja damals verboten. Wir waren ungefähr dreissig Frauen und haben uns immer am Sonntag getroffen, haben diskutiert, Bücher gelesen. Wir haben dann eine Fünfzimmerwohnung gemietet und dort auch ein Beratungszentrum aufgezogen.

Infra hiess das. Das war aber nur ein loser Verbund, drum konnten wir das Geld für die Wohnung auch nur etwa vier Jahre lang aufbringen. Infra Bern gibts aber heute noch, obwohl es gerade ein Kampf war mit dem Kanton, er wollte die Unterstützungsbeiträge streichen.

Das haben wir jetzt gerade noch verhindert. Ein Menschenrecht, das die Schweiz mit Füssen getreten hat, bis ins Jahr Weltweit sind wir sicher noch nicht so weit. Da müssen die Jüngeren weiterkämpfen. Das ist sicher eine schlechte Entwicklung. Es kommt ja aber auch ein bisschen auf sich selber an. Frau muss nicht mit jedem ins Bett. Heidi Witzig 74 wohnt heute in Winterthur ZH. Die promovierte Historikerin hat sich auf die Geschichte der Frau spezialisiert.

Sie ist Mutter einer Tochter und hat zwei Enkel. Nur schon die Kleidung loszuwerden, war eine Befreiung! Ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret das Geschnürte! Wir trugen noch Hüftgürtel, um die Strümpfe festzumachen! Ich habe auch geheiratet, um vom traditionellen Elternhaus wegzukommen, unverheiratet konnte man keine Wohnung mieten. Wir wurden beide sehr links. Naja, das ist schnell wieder auseinandergegangen.

Wirklich, ein Macho nach dem andern. Das hat mich sehr verunsichert, das Alte war schrecklich, dieser revolutionären linken Bewegung habe ich aber auch ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret Schritt über den Weg getraut. Ich musste für mich persönlich, politisch und auch wissenschaftlich allein herausfinden, woran ich mich überhaupt orientieren kann und was für mich stimmt.

Und wer hockt dort und schwingt grosse Reden? Nahmen sich ständig das Wort zu Frauenthemen! Und die Frauen sind alle still danebengehockt. Aber Alice Schwarzer hat die Männer gehörig in den Senkel gestellt, blitzgescheit, schlagfertig und eloquent.

Eine Sternstunde! Das war für mich der Beginn meiner Frauenbewegung. Wir haben uns so ein Frauenzentrum erstritten. Ich habe mich dort im Beratungszentrum Infra engagiert — wir haben etwa einen Arzt gesucht, der Abtreibungen vornimmt. Eine unfassbare Doppelmoral, heute ebenso wie die Analyse auf dem Prostatadrüsensekret. Ich habe mich im Frauenzentrum sofort mit der Lesbenfraktion verkracht.

Die meinten, wer mit einem Mann ins Bett gehe, könne keine richtige Feministin sein. Das hat mich sehr getroffen. Heute kämpfe ich weiter, jetzt dafür, das Bild der älteren Frau in der Gesellschaft zu hinterfragen. Dass es die Zeit des Reifwerdens ist und es nicht darum geht, mit glattoperierten Falten zu versuchen, mit jüngeren Frauen zu konkurrieren. Ich engagiere mich deshalb in der Grossmütterrevolution, auf unserer Webseite grossmuetter.

Heutigen jungen Frauen möchte ich sagen: Seid nicht naiv!