Nahrung an der Prostata

Prostata gutartig vergrößert: Was hilft? - Visite - NDR

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In Bezug auf die Ernährung und auf Zivilisationserkrankungen ist dies nachweislich eine epidemiologische Katastrophe — ganz zu schweigen vom Effekt auf Umwelt, Nachwelt und Tiere.

Buddha lehrte letztlich den Mittleren Weg als Ideal. Nicht selten Nahrung an der Prostata Weniger ist oft mehr. Insgesamt ist die heutige westliche Lebenseinstellung geprägt von: je mehr, desto besser.

Nahrung an der Prostata trifft auf alle Lebensbereiche zu und spiegelt sich insbesondere auch im Körpergewicht wider. Uruguay gilt aufgrund seines seit vielen Jahrzehnten bestehenden, relativ stabilen Wohlstands als die Schweiz Südamerikas. Tabelle; Ferlay Nahrung an der Prostata al. Sehr interessant sind auch die Zahlen für die Schweiz, Schweden und Norwegen, die jahrzehntelang führend im Konsum von Milchprodukten, Fleisch und Zucker waren.

Im Jahr war die altersstandardisierte Prostatakrebssterblichkeit mit 27 Todesfällen pro Angesichts dieser Zahlen drängt sich die Frage auf: Ist die Entwicklung eines Prostatakarzinoms das Ergebnis von Genetik, Schicksal oder vor allem eines lebenslangen Ernährungsmusters?

Entscheidend ist hierbei nicht nur, was Prostatakrebskranke die letzten Nahrung an der Prostata vor ihrer Erkrankung gegessen Nahrung an der Prostata, sondern vielmehr ihr lebenslang praktiziertes Ernährungsmuster, das zur Entwicklung des Karzinoms beigetragen hat. Bei der Tumorinitiation, dem ersten Schritt der Kanzerogenese, erfährt die Zelle eine durch ein Kanzerogen ausgelöste Mutation. Diese kann nur dann persistieren, wenn sie nicht durch DNA-Reparaturenzyme beseitigt wird oder die Zelle nicht in die Apoptose programmierter Zelltod getrieben wird.

Hierzu zählen klassische Kanzerogene wie heterozyklische Amine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die beim Braten, Schmoren oder Nahrung an der Prostata von Fleisch auftreten, sowie exogene, östrogen wirksame Substanzen Endocrine Disrupting Chemicals wie z. Diese wirken einerseits direkt kanzerogen, andererseits fördern sie die Zellproliferation durch ihre östrogene Wirkung. Auch Metalle wie Kupfer, Nickel und Eisen wirken proinflammatorisch, prooxidativ und auf diese Weise prokanzerogen.

Das androgenabhängige Prostatakarzinom hat paradoxerweise seine höchste Inzidenz zu dem Zeitpunkt im Leben des Mannes, an dem der Androgeneinfluss am niedrigsten und der Östrogeneinfluss am höchsten ist. Dies weist auf die besondere Bedeutung der Östrogene in der Kanzerogenese des Prostatakarzinoms hin. Sojaisoflavone und Granatapfel-Polyphenole wirken u. Besonders die fermentativen Abbauprodukte der Granatapfel-Polyphenole wirken schon bei sehr niedrigen Konzentrationen antiöstrogen und antiproliferativ Larrosa et al.

Hormone Androgene, ÖstrogeneEntzündungsprozesse und freie Radikale spielen als Promotoren des Prostatakarzinoms eine tragende Rolle. Der Vergleich der weltweiten Ernährungsmuster unterstreicht auch die zentrale Rolle der Ernährung s. Die Progression eines benignen Tumors d. Insbesondere beim Prostatakrebs unterscheiden sich die Karzinome sehr stark in ihrer Aggressivität und Prognose.

Durch ihre Fähigkeit der unbegrenzten Selbsterneuerung und Apoptoseresistenz kommt Krebsstammzellen bei der Tumorentwicklung eine zentrale Rolle zu, die bisher unterschätzt wurde. Dieses relativ neue Konzept weist viele Parallelen zu dem Konzept von Tumormilieu und Grundsubstanz auf, das aus den Arbeiten von Pischinger und Heine bekannt ist. Behandlungsverfahren, die gezielt gegen Tumorstammzellen gerichtet sind, können die eigentliche Saat der Krankheit zerstören, während eine Therapie des Tumormilieus noch weiter geht und dem Tumor den Wachstumsboden entzieht.

Bei der Unkrautbekämpfung nützt es wenig, den Rasen zu mähen so die Wirkungsweise herkömmlicher Chemotherapien, welche zwar Tumorzellen töten, aber nicht die Tumorstammzellen. Es ist hilfreicher, die Nährstoffzusammensetzung des Bodens so zu gestalten, dass vor allem die Nutzkräuter und nicht die Unkräuter gedeihen, und gleichzeitig mit Naturstoffen die Ausbreitung von Unkräutern und Schädlingen einzudämmen.

Diesen präventiven Effekt erzielt in etwa eine pflanzenbasierte Ernährungsweise, die reich an sekundären Pflanzenstoffen mit Antikrebswirkung ist s. Einflussfaktoren auf die Entstehung eines für die Tumorentwicklung günstigen Milieus. Mit einfachen Worten ausgedrückt: Die Tumorsaat entsteht immer und in jedem Körper, weil Zellen unter dem Einfluss endogener und exogener Karzinogene permanent entarten.

Entscheidend für die Entstehung eines tödlichen Tumors ist daher der Nährboden, in dem er sich entwickelt. Hierbei spielt die Ernährung eine zentrale Rolle, weil sie nicht nur wesentlichen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt Geschlechtshormone, Stoffwechselhormone wie Insulin und Wachstumsfaktorenunser Körpergewicht und unser Körpermilieu nimmt, sondern auch spezifische Schutz- oder Schadstoffe mit sich bringt.

Weltweit korreliert das westliche Ernährungsmuster mit vielen Fleisch- und Milchprodukten sowie viel Zucker durchweg mit einer hohen Prostatakrebsmortalität, während das asiatische Ernährungsmuster auf Basis von Reis, Nahrung an der Prostata und Gemüse mit einer sehr niedrigen Mortalität einhergeht s. Die Ernährungsweise in asiatischen Ländern war ursprünglich sehr arm an tierischem Protein aus Milch und Nahrung an der Prostata.

Isoflavone tragen aufgrund ihrer phytoöstrogenen Wirkung zum Schutz vor Prostatakrebs und Brustkrebs bei. Dennoch kann dies alleine die extrem niedrige Krebsrate nicht erklären. Kurkuma mit Curcumin Nahrung an der Prostata Grüntee Polyphenole wie z. Catechine sowie insgesamt eine Ernährung mit einer relativ geringen Gesamtenergieaufnahme Kalorienrestriktionhoher Vitalstoff- und niedriger Kaloriendichte Willcox et al.

Okinawa liegt näher bei China und Taiwan als bei Japan — und dies gilt auch kulturell. Erst fiel es politisch Japan zu. Auch in China wurden traditionell wenig Fisch und Fleisch sowie praktisch keine Milchprodukte konsumiert. Der Verzehr von Fleisch ist jedoch in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch um mehr als das Fache angestiegen, beträgt aber immer noch nur etwa die Hälfte des westlichen Niveaus Brown, Nach wie vor werden wenig Milchprodukte verzehrt, auch wenn der Trend neuerdings stark steigend ist.

Der Fischkonsum hat sich seit den er Jahren in etwa vervierfacht. Von n. Jahrhundert war das Essen von Säugetieren weitestgehend staatlich verboten — man nahm die Gewaltlosigkeit der buddhistischen Lehre ernst. Daher gab es auch keine Tierzucht. Milchprodukte konnten sich auch danach nie in Japan, China oder Korea etablieren, da die Laktoseintoleranz in diesen Ländern sehr Nahrung an der Prostata ist. Die Betonung der japanischen Küche lag darauf, den natürlichen Geschmack der Lebensmittel zu bewahren.

Frischkost galt als Devise, auch Fisch wurde häufig roh verzehrt. Insgesamt basierte die japanische Ernährung auf fettarmer, pflanzlicher Kost mit Fischbeigabe. Dies hat sich im Zuge der Verwestlichung Japans seit dem 2. Weltkrieg zunehmend verändert, auch wenn besonders die älteren Japaner noch an ihren alten Ernährungsmustern festhalten, viel Wert auf eine schlanke Linie legen und besonders lange leben.

Matsuda und Saika, Inzwische n hat auch die Verwestlichung im Land die zu erwartenden Ergebnisse erzielt. Was ist geschehen? Grüntee, Soja und Natto traditionelle japanische Speise aus mit Bacillus subtilis fermentierten Sojabohnen, sehr reich an Vitamin K2 sind fundamentale Bestandteile der japanischen Ernährung. Neben hochwertigem pflanzlichem Protein, Ballaststoffen und B-Vitaminen enthält Soja auch reichlich Sojaisoflavone, insbesondere auch aus fermentiertem Soja Misoin dem die Sojaisoflavone bereits in ihrer bioaktiven Form vorliegen.

Japan fällt unter den asiatischen Ländern durch seinen Nahrung an der Prostata jeher relativ hohen Fischkonsum auf Willcox et al. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges konnte weiterhin ein steigender Konsum an Milch fachFleisch 9-fach und Eiern 7-fach verzeichnet werden. Die Prostatakrebsmortalität stieg in diesem Zeitraum um das Fache an Ganmaa et al. Die alten Generationen der Japaner haben sich viele Jahre traditionell ernährt und profitieren noch immer davon, weshalb die alten Japaner weltweit die zweithöchste Lebenserwartung erreichen Willcox et al.

Nach wie vor ist der Konsum von Milchprodukten und Fleisch im Vergleich zu anderen Industrienationen deutlich geringer. Seit etwa 20 Jahren findet in Japan ein Umdenken statt.

Schlank- und Gesundsein sind zentrale gesellschaftliche Werte, die auch Nahrung an der Prostata hohen sozialen Druck ausüben. Am Arbeitsplatz finden jährlich staatlich verordnete Gesundheits-Checkups statt, die die Messung des Bauchumfangs beinhalten. Wer durchfällt, wird aufgefordert, an Seminaren zu gesunder Lebensweise teilzunehmen.

Dieser Bewusstseinswandel drückt sich auch in der weltweit höchsten Lebenserwartung im Ländervergleichden meisten gesunden Lebensjahren und einem Rückgang Nahrung an der Prostata Sterblichkeitsraten aufgrund diverser Krebsarten aus Katanoda et al.

Eine genauere Analyse der Daten zeigt allerdings den möglichen Grund: Die Männer in Europa ernähren sich inzwischen alle relativ ähnlich ungesund. Interessant ist hierbei, dass die deutsche Ernährung im Jahrhundert Lemnitzer, in Bezug auf die Makronährstoffe noch der traditionellen Ernährung von Okinawa ähnelte. Ursache hierfür sind u. Eine Reduktion der Proteinaufnahme Smith et al.

Auffallend ist in Europa der starke Anstieg des Fleischkonsums in den Mittelmeerländern wie z. Spanien, Portugal und Griechenland, wo sich Nahrung an der Prostata Fleischkonsum seit etwa verfünffacht hat Brown, Von der mediterranen Ernährungsweise ist nicht mehr viel übrig geblieben, was sich auch in der Prostatakrebsmortalität widerspiegelt Ferlay et al.

Da scheint auch das viele Sonnenlicht mit der damit einhergehenden höheren Vitamin-D-Synthese nicht mehr ausreichend protektiv zu wirken. Es erklärt vielmehr, warum deutlich protektive Effekte nur dann zu erwarten sind, wenn man grundsätzlich sein Ernährungsmuster ändert und sich überwiegend pflanzlich ernährt, statt einfach nur Wurst oder Fleisch mit Käse, Joghurt und Milch zu ersetzen. Die Einwohner von Uruguay haben sich zeitlebens konträr zu den Asiaten ernährt. Auch die Qualität des Rindfleisches ändert daran nichts: Es handelt sich um Weidenrind, dessen Qualität am Nahrung an der Prostata Dieses lebenslange Ernährungsmuster der Uruguayaner dürfte eine wesentliche Ursache für die sehr hohe Mortalität durch Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs sein, die das Land trotz seines optimalen Klimas und seines gut ausgebauten Sozial- und Gesundheitssystems aufweist.

Die Dickdarmkrebsmortalität beider Geschlechter ist immerhin noch 2,3-mal so hoch wie in China 16,2 vs. Ähnliche Korrelationen wurden nicht nur für rotes Fleisch, sondern auch für die Gesamtaufnahme von Fleisch ermittelt Aune et al.

Im Gegensatz zu den Menschen in Uruguay ernähren sich Chinesen traditionell von viel isoflavonreichem Soja und Gemüse. Insbesondere der zu den Kreuzblütlern zählende Chinakohl und andere Kohlsorten sind Grundnahrungsmittel. Auch wenn Uruguay seine besten Zeiten hinter sich hat, geben die Männer Nahrung an der Prostata für ihre Gesundheit bzw.

Dennoch haben sie eine kürzere Lebenserwartung WHO, a. Schockierend für das deutsche Gesundheitssystem dürfte auch sein, dass im Jahr ein jähriger Chinese, der eine sehr hohe Säuglingssterblichkeit, Infektionen und Hungersnöte überlebt hat, in einem völlig unterentwickelten Gesundheitssystem mit einem winzigen Bruchteil des Kostenaufwandes fast die gleiche Restlebenserwartung wie ein Deutscher erreichte. Im Alter von 65 Jahren hatte er im Schnitt noch 12,44 Jahre zu leben, insgesamt also 77,44 Jahre Zhang und Zhu,der jährige Deutsche noch weitere 13,09 Lebensjahre, insgesamt also 78,09 Jahre Statistisches Bundesamt, Dass wir immer älter werden, ist vor allem korrekt in Bezug auf die Lebenserwartung bei Geburt.

Da lagen die Deutschen bei 35,58 Jahren Männer bzw. Doch zur gleichen Zeit hatte ein jähriger Deutscher, der die hohe Säuglingssterblichkeit und Infektionserkrankungen überlebt hatte, eine Restlebenserwartung von 9,55 Jahren, insgesamt wurde der Mann also im Schnitt 74,55 Jahre alt. Eine jährige Frau hatte eine Restlebenserwartung von 9,96 Jahren, also insgesamt 74,96 Jahre, waren es 81,77 Jahre sowie 85,68 Jahre im Zeitraum Statistisches Bundesamt, a.

Zwischen und verlängerte sich die Nahrung an der Prostata für Nahrung an der Prostata jährigen Mann also um lediglich 8 Jahre, doch wie Nahrung an der Prostata davon werden in häuslicher Pflege oder in Pflegeheimen verbracht?

Der Fortschritt der Medizin bekämpft mit gewaltigem Kostenaufwand und hohem Leidensdruck der Betroffenen vor allem Krankheiten, die eine Seltenheit waren, weil Zivilisationserkrankungen nur bei der Oberschicht auftraten. Es wundert daher nicht, dass in allen Ländern, wo der westliche Lebensstil Einzug hält, Zivilisationserkrankungen explosionsartig zunehmen. In den USA, wo der westliche Lebensstil auf die Spitze getrieben wird, steigt die Lebenserwartung nicht mehr, sondern befindet sich vor allem bei den sozial Schwächeren im Sinkflug.